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Cavapoo-Welpen auswählen: Warum der Charakter wichtiger ist als Farbe und Geschlecht


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Wenn sich eine Familie für einen Cavapoo-Welpen interessiert, gibt es häufig schon eine ganz bestimmte Vorstellung.

Der Welpe soll vielleicht rot, apricot oder besonders dunkel sein. Manche wünschen sich unbedingt eine Hündin, andere möchten ausschließlich einen Rüden. Auch eine bestimmte Größe, Zeichnung oder Fellstruktur spielt für viele Familien eine wichtige Rolle.

Diese Wünsche können wir grundsätzlich verstehen. Natürlich darf ein Welpe auch optisch gefallen. Meist entsteht der erste Eindruck schließlich über ein Foto oder ein Video.

Trotzdem möchten wir an dieser Stelle etwas ganz deutlich sagen:

Ein Hund sollte niemals hauptsächlich nach seinem Aussehen ausgewählt werden.

Denn ein Welpe begleitet seine Familie nicht nur auf schönen Bildern, sondern hoffentlich über viele gemeinsame Jahre hinweg. Im Alltag ist deshalb nicht entscheidend, welche Farbe sein Fell hat. Entscheidend ist, ob sein Wesen, sein Temperament und seine Bedürfnisse wirklich zu seiner zukünftigen Familie passen.

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Jeder Welpe bringt eine eigene Persönlichkeit mit

Auch innerhalb eines Wurfes sind die Welpen nicht alle gleich.

Der eine Welpe geht mutig und neugierig auf jede neue Situation zu. Ein anderer schaut sich zunächst alles in Ruhe an. Manche Welpen sind sehr lebhaft, selbstbewusst und ausdauernd. Andere sind sensibler, vorsichtiger oder besonders auf die Nähe ihrer Menschen angewiesen.

Es gibt Welpen, die sich schnell durchsetzen, und andere, die Konflikten eher aus dem Weg gehen. Manche benötigen viel Beschäftigung, klare Strukturen und konsequente Begleitung. Andere kommen schneller zur Ruhe und passen möglicherweise besser in einen ruhigeren Alltag.

Keiner dieser Charaktere ist besser oder schlechter.

Aber nicht jeder Charakter passt zu jeder Familie.

Ein besonders temperamentvoller und selbstbewusster Welpe kann für eine aktive und erfahrene Familie wunderbar geeignet sein. In einem sehr ruhigen Haushalt oder bei Menschen, die sich einen unkomplizierten Begleiter wünschen, kann genau dieser Hund später jedoch zu einer Herausforderung werden.

Ein sensibler Welpe kann sich dagegen in einem sehr lauten oder unruhigen Zuhause schnell überfordert fühlen. Er benötigt vielleicht mehr Sicherheit, Geduld und Verlässlichkeit.

Deshalb schauen wir nicht nur darauf, welcher Welpe einer Familie optisch am besten gefällt. Wir fragen uns vor allem:

Welcher Welpe kann sich in dieser Familie langfristig wohlfühlen?

Die Farbe entscheidet nicht über das Wesen

Die Farbe eines Cavapoos kann wunderschön sein. Sie sagt jedoch nichts darüber aus, ob ein Hund ruhig, lebhaft, verschmust, mutig, sensibel oder selbstbewusst ist.

Hinzu kommt, dass sich die Fellfarbe eines Cavapoos im Laufe der Entwicklung verändern kann. Ein kräftig roter Welpe kann später deutlich heller werden. Auch Zeichnungen, Schattierungen und Farbverläufe können sich verändern.

Wer einen Welpen ausschließlich wegen seiner aktuellen Farbe auswählt, kann später nicht nur von der optischen Entwicklung überrascht werden. Viel wichtiger ist: Vielleicht wurde ein Hund gewählt, dessen Charakter gar nicht zum eigenen Alltag passt.

Die Farbe wird im täglichen Zusammenleben irgendwann selbstverständlich.

Der Charakter bleibt.

Auch das Geschlecht ist nicht das wichtigste Auswahlkriterium

Viele Familien glauben, dass Hündinnen grundsätzlich ruhiger, anhänglicher oder leichter zu erziehen sind. Rüden gelten dagegen häufig als wilder, dominanter oder schwieriger.

So einfach ist es jedoch nicht.

Es gibt sehr temperamentvolle Hündinnen und ausgesprochen sanfte Rüden. Es gibt selbstbewusste Hündinnen ebenso wie sensible Rüden. Jeder Welpe ist ein Individuum.

Natürlich gibt es Unterschiede, die berücksichtigt werden dürfen. Eine Hündin wird beispielsweise läufig. Ein Rüde kann stärker auf läufige Hündinnen reagieren oder vermehrt markieren.

Für die Frage, ob ein Hund charakterlich in eine Familie passt, ist das Geschlecht jedoch nur ein Teil des Gesamtbildes.

Eine passende Persönlichkeit ist wichtiger als die Frage, ob der Welpe männlich oder weiblich ist.

Warum wir die Welpen als Züchter besonders gut einschätzen können

Wir begleiten unsere Welpen vom ersten Lebenstag an.

Wir sehen nicht nur einen kurzen Moment bei einem Besuch. Wir erleben die Welpen täglich und in ganz unterschiedlichen Situationen.

Wir beobachten:

  • Wie verhält sich der Welpe gegenüber seinen Geschwistern?
  • Wie reagiert er auf neue Geräusche, Menschen und Umgebungen?
  • Ist er mutig oder eher vorsichtig?
  • Wie schnell findet er nach Aufregung wieder zur Ruhe?
  • Wie stark sucht er die Nähe des Menschen?
  • Wie geht er mit Frustration um?
  • Ist er sehr selbstständig oder benötigt er viel Orientierung?
  • Wie bewegungsfreudig und ausdauernd ist er?
  • Wie sensibel reagiert er auf Unruhe und Veränderungen?

Aus diesen vielen kleinen Beobachtungen entsteht nach und nach ein umfassendes Bild des jeweiligen Welpen.

Natürlich können auch wir nicht vorhersagen, wie sich ein Hund in jeder Lebenssituation entwickeln wird. Erziehung, Erfahrungen, Umfeld und Haltung spielen ebenfalls eine große Rolle.

Trotzdem kennen wir die Welpen zu diesem Zeitpunkt meist besser als eine Familie, die sie lediglich auf Fotos gesehen oder während eines kurzen Besuchs erlebt hat.

Deshalb wünschen wir uns, dass unsere Einschätzung ernst genommen wird.

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Warum uns eine Auswahl nur nach dem Äußeren schwerfällt

Es verletzt uns nicht, wenn eine Familie eine bestimmte Farbe besonders schön findet oder eine grundsätzliche Vorliebe für einen Rüden oder eine Hündin hat.

Schwierig wird es jedoch, wenn ausschließlich Fragen gestellt werden wie:

„Welcher Welpe ist am dunkelsten?“

„Welcher bleibt am kleinsten?“

„Welche Hündin ist noch frei?“

„Wir möchten nur den Welpen mit dieser Zeichnung.“

In solchen Momenten haben wir manchmal das Gefühl, dass der Welpe hauptsächlich nach seinem äußeren Erscheinungsbild ausgesucht wird und sein Wesen kaum eine Rolle spielt.

Das können und möchten wir als verantwortungsvolle Züchter nicht einfach ignorieren.

Unsere Aufgabe besteht nicht darin, Wünsche nach Farbe und Geschlecht möglichst schnell zu erfüllen. Unsere Verantwortung liegt bei den Welpen.

Wir möchten nicht nur einen Welpen verkaufen. Wir möchten für jeden einzelnen Hund ein Zuhause finden, in dem er verstanden wird, in dem seine Bedürfnisse erfüllt werden können und in dem Mensch und Hund wirklich zueinander passen.

Deshalb behalten wir uns auch vor, von einer Vermittlung abzuraten, wenn wir das Gefühl haben, dass ein bestimmter Welpe nicht zu einer Familie passt.

Das tun wir nicht, um jemanden zu bevormunden oder zu enttäuschen.

Wir tun es, weil wir die Verantwortung für unsere Welpen sehr ernst nehmen.

Der auffälligste Welpe ist nicht automatisch der passendste

Bei einem Besuch läuft vielleicht ein Welpe sofort auf die Familie zu. Er wirkt offen, fröhlich und besonders charmant. Ein anderer hält sich zunächst zurück oder schläft während eines großen Teils des Besuchs.

Schnell entsteht der Gedanke:

„Dieser Welpe hat uns ausgesucht.“

Das kann ein wunderschöner Moment sein. Dennoch zeigt ein einzelner Besuch immer nur einen kleinen Ausschnitt.

Der besonders ruhige Welpe kann einfach müde sein. Der sehr aktive Welpe kann gerade überdreht sein. Der zurückhaltende Welpe benötigt vielleicht nur etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu fassen.

Wir erleben die Welpen über viele Tage und Wochen hinweg. Deshalb kann unsere Empfehlung manchmal von dem ersten Favoriten einer Familie abweichen.

Bitte versteht eine solche Empfehlung nicht als Ablehnung eures Wunsches.

Sie ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass wir ehrlich mit euch sind und uns eine langfristig harmonische Verbindung wünschen.

Für die richtige Zuordnung brauchen wir Ehrlichkeit

Damit wir einschätzen können, welcher Welpe zu einer Familie passt, müssen wir den Alltag und die Erwartungen der zukünftigen Halter kennenlernen.

Dabei interessieren uns unter anderem folgende Fragen:

  • Leben Kinder im Haushalt und wie alt sind sie?
  • Gibt es bereits andere Tiere?
  • Wie aktiv ist die Familie?
  • Wie viel Zeit steht täglich für den Hund zur Verfügung?
  • Wie lange müsste er später allein bleiben?
  • Gibt es bereits Hundeerfahrung?
  • Soll der Hund häufig mit ins Büro, auf Reisen oder zu Terminen?
  • Wird ein ruhiger Begleiter oder ein aktiver Familienhund gesucht?
  • Wie viel Zeit kann für Erziehung, Beschäftigung und Ruhetraining eingeplant werden?
  • Wie wird mit Stress, Lautstärke und unruhigen Situationen umgegangen?

Dabei gibt es keine perfekten Antworten.

Wir suchen auch keine perfekten Familien.

Wir benötigen lediglich ehrliche Antworten, damit wir keine falsche Empfehlung aussprechen.

Bitte versucht deshalb nicht, euren Alltag schöner oder einfacher darzustellen, als er tatsächlich ist. Ein Welpe muss nicht in ein perfektes Zuhause ziehen. Aber er sollte in ein Zuhause ziehen, das wirklich zu ihm passt.

Charakter vor Farbe – immer

Natürlich dürfen Farbe, Geschlecht und Aussehen bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Aber sie sollten niemals wichtiger sein als der Charakter.

Ein Hund ist kein Gegenstand, der farblich zur Wohnung, zum Auto oder zu den eigenen Vorstellungen passen muss. Er ist ein fühlendes Lebewesen mit einer eigenen Persönlichkeit, eigenen Grenzen und individuellen Bedürfnissen.

Das hübsche Fell ist vielleicht das Erste, was man sieht.

Aber im gemeinsamen Alltag zählen andere Dinge:

Passt das Energielevel?

Kann die Familie dem Hund Sicherheit geben?

Wird sein Bedürfnis nach Ruhe oder Beschäftigung verstanden?

Kann die Familie mit seinem Temperament umgehen?

Fühlt sich der Hund in diesem Zuhause wohl?

Diese Fragen sind für uns entscheidend.

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Unser Wunsch an zukünftige Welpenfamilien

Wir wünschen uns Familien, die nicht nur fragen:

„Welcher Welpe gefällt uns am besten?“

Sondern auch:

„Welcher Welpe passt wirklich zu unserem Leben?“

„Welchem Charakter können wir gerecht werden?“

„Was benötigt dieser Hund von uns?“

„Kann er sich bei uns langfristig wohlfühlen?“

Wir freuen uns über jede Familie, die sich verliebt, begeistert ist und Vorlieben mitbringt. Gleichzeitig wünschen wir uns Vertrauen in unsere Beobachtungen und Empfehlungen.

Denn wir kennen unsere Welpen.

Wir sehen ihre Stärken, ihre Besonderheiten und ihre Bedürfnisse. Und wir möchten nicht, dass ein Welpe gewählt wird, weil er auf einem Foto besonders schön aussieht, obwohl sein Wesen möglicherweise nicht zu der Familie passt.

Eine gute Vermittlung bedeutet für uns nicht, dass eine Familie genau den Welpen bekommt, den sie sich optisch zuerst ausgesucht hat.

Eine gute Vermittlung bedeutet, dass Mensch und Hund auch nach Jahren noch glücklich miteinander sind.

Das Aussehen sorgt für den ersten Blick. Der Charakter entscheidet über das gemeinsame Leben.

Und genau deshalb steht bei uns immer das Wesen des Welpen an erster Stelle.

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